Fachschulen für Technik

Rasche technische Innovationen in einer sich immer schneller wandelnden Welt erfordern Flexibilität und eigenständiges Handeln von den Mitarbeitern in modernen Unternehmen. Erfahrene Facharbeiter erwerben an der Fachschule für Maschinentechnik die Kompetenzen, um sich den steigenden technischen und organisatorischen Anforderungen in maschinentechnischen Produktionsbetrieben zu stellen.

Grundlegend für die berufliche Fortentwicklung ist die Erweiterung und Vertiefung von mitgebrachtem Praxiswissen und der Verknüpfung mit den theoretischen Inhalten in der Technikerausbildung. Der Einsatz in allen Funktionsbereichen eines Industriebetriebes verlangt von einem Techniker, sich selbstständig in neue Wissensgebiete einzuarbeiten, um Zusammenhänge zwischen bisher getrennt betrachteten Unternehmensbereichen erkennen zu können. Techniker entwerfen und konstruieren technische Systeme oder Systemteile, planen und projektieren kostenbewusst Fertigungsverfahren und vermitteln als Führungskraft in der mittleren Managementebene zwischen Ingenieuren und Facharbeitern.

In der Technikerausbildung der Claude-Dornier-Schule werden innovative Konstruktionsmethoden vermittelt, sowie neue Verfahren der Fertigungstechnik und Produktionsplanung vertiefend erarbeitet. Die Schüler üben Techniken des selbstständigen Lernens, erarbeiten Grundlagen der Personalführung. Sie lernen betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte zu berücksichtigen und werden in der Vermittlung von technischen Inhalten durch Dokumentationen und Präsentationen geschult.

Staatlich geprüfter Techniker oder Technikerin, Fachrichtung Maschinentechnik
Der/die Absolvent/in ist berechtigt, die Berufsbezeichnung "Staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Maschinentechnik" nach der Technikerverordnung des Landes Baden-Württemberg zu führen.

Mittlerer Bildungsabschluss
Mit der Versetzung in die Fachstufe der Ausbildung (zweites Jahr) wird die Fachschulreife zuerkannt.

Fachhochschulreife
Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung wird die Fachhochschulreife erworben. Sie berechtigt zur Aufnahme eines Studiums an einer Fachhochschule der Bundesrepublik Deutschland.

Kosten
Die Kosten belaufen sich auf 435 Euro pro Schulhalbjahr in der Vollzeitschule bzw. pro Schuljahr in der Teilzeitschule. Finanzielle Förderung durch die Agentur für Arbeit oder das Landratsamt des Wohnsitzes ist möglich.

Dauer der Weiterbildung
Vollzeitschule: Die Weiterbildung erstreckt sich in der Vollzeitschule auf zwei Jahre mit ca. 40 Unterrichtsstunden pro Woche. Teilzeitschule: Der Unterricht (ca. 14 h/Woche) findet an 3 Abenden von 17:00 Uhr bis 20:15 Uhr, sowie in der Regel samstags, vierzehntägig von 7:20 Uhr bis 14:00 Uhr statt. Die Weiterbildung dauert im Teilzeitunterricht 4 Jahre.

Technikerarbeit
Im letzten Schuljahr wird Technikerarbeit angefertigt, die Teil der Prüfung ist. Der Technikerschüler erhält die Aufgabe, ein praktisches technisches Problem weitgehend selbstständig zu analysieren und zu lösen. Die Ergebnisse werden dokumentiert und präsentiert.

Voraussetzungen

  1. Hauptschulabschluss bzw. gleichwertiger Bildungsstand
  2. Berufsschulabschluss bzw. gleichwertiger Bildungsstand
  3. Abschlussprüfung in einem Metallberuf
  4. 18 Monate Berufspraxis im Vollzeitbereich bzw. 9 Monate Berufserfahrung im Teilzeitbereich; Die Fachhochschul- oder Hochschulreife kann im Umfang bis zu einem Jahr angerechnet werden.

Anrechnungen
Der Abschluss als staatlich geprüfte Berufskollegiatin oder Berufskollegiat des Gewerblich-technischen Berufskollegs in Teilzeitunterricht berechtigt zum Eintritt in die Fachstufe der Vollzeitschule, wenn eine einschlägige Berufstätigkeit von mindestens zwei Jahren nachgewiesen wird. Ferner kann der Nachweis der Hochschulreife oder der Fachhochschulreife im Umfang bis zu einem Jahr in der Vollzeitschule angerechnet werden.

Anmeldung
Anmeldungschluss ist der 1. März des jeweiligen Jahres. Die Frist verlängert sich, soweit noch freie Plätze zur Verfügung stehen.